Abgeordnetenbüro

Christian Schaft und Susanne Hennig-Wellsow (MdL, Die LINKE.Thüringen)

von Mo - Fr 15:00 - 19:00Uhr geöffnet.

Die Mitarbeiter*innen des RedRoXX erreicht ihr schon ab 11:00 Uhr telefonisch unter 0361 / 22 79 21 3-0 oder im Ladenlokal, Pilse 29, 99084 Erfurt.

 

 
 

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RedRoXX

22 Nov RedRoXX
@RedRoXXErfurt

Antworten Retweeten Favorit Letzt Runde "Rotes Sofa" mit Ministerin Birgit Klaubert. Noch Fragen? Dann komm 18:30Uhr ins RedRoXX. pic.twitter.com/ZWl0QXwM7C


RedRoXX

17 Nov RedRoXX
@RedRoXXErfurt

Antworten Retweeten Favorit Karten sind schon geschrieben, trotzdem: welche Fragen dürfen heut auf dem "Roten Sofa" im RedRoXX nicht fehlen?… twitter.com/i/web/status/7…


RedRoXX

17 Nov RedRoXX
@RedRoXXErfurt

Antworten Retweeten Favorit Voooorfreude. ahhhhh. Heute kommt @St_Dittes und redet mit uns über Innenpolitk, Polizeigewalt, Abschiebungen und u… twitter.com/i/web/status/7…


RedRoXX

8 Nov RedRoXX
@RedRoXXErfurt

Antworten Retweeten Favorit Heute Abend geht das rote Sofa in die zweite Runde mit @icultureonline zu allen Fragen rund um Kultur und Religion… twitter.com/i/web/status/7…


 

Termine

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Wir sind die Ortsgruppe der linksjugend [‘solid] und des sozialistischen Studierendenverbandes dielinke.sds.
Wir stehen für eine offene und pluralistische Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt miteinander leben können und setzen uns aktiv für eine emanzipatorische und feministische Politik ein. Als basisdemokratische Gruppe setzen wir uns gemeinsam für eine linke, antikapitalistische Politik ein und entgegnen konsequent reaktionären Gesellschaftsvorstellungen, faschistischen und nazistischen Ideologien.

Wir treffen uns wöchentlich und planen politische Aktionen und Veranstaltungen, Konzerte und Vorträge. Direkt vor Ort sind wir auch mit Kundgebungen gegen und kritischer Begleitung von „Bildungsangebote“ der Bundeswehr oder des Verfassungsschutzes an Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen aktiv. 

Außerdem organisieren wir Fahrten zu Demonstrationen, beispielsweise zum Frauen*kampftag nach Berlin. Uns ist wichtig, dass alle Gruppenmitglieder ihrem Interesse nach arbeiten und sich einbringen können.

Mitmachen kann bei uns jede*r, ob Schüler*innen, Auszubildende oder Studierende.
Wer Bock hat, linke Politik und Aktionen zu machen ist genau richtig bei uns!

Hier im RedRoxx haben wir für gewöhnlich einmal die Woche unser Gruppentreffen, wann genau könnt ihr unter Termine sehen.

 
 
 
 
 
3. Dezember 2015
RedRoXX Singstar Battle

Es ist wieder soweit! 
Das SINGSTAR BATTLE 2015 erwartet euch.
Offen für jedermann* und -frau* tretet ihr in festen Teams von zwei Personen rundenweise gegeneinander an.
Nicht nur euer Gesangstalent wird nötig sein, um die Jury zu überzeugen. Wie immer geht es auch um den kreativen Auftritt. Dem Gewinnerteam winkt niemals endender Ruhm und eine kleine Überraschung.

11.12.// 19.30 Uhr // RedRoXX

 
3. November 2015

Mitmenschlich -Breites Bündnis der Thüringer Zivilgesellschaft

„Wir widersprechen menschenfeindlichen Parolen.“

„Damit Geflüchtete in unserem Land nicht neuen Ängsten ausgesetzt werden und zivilgesellschaftliches Engagement weiter wachsen kann, möchten wir Mut machen, populistischen, rechtsextremen, antisemitischen, islamophoben, antiziganistischen, homophoben und anderen menschenfeindlichen Parolen, also jeder Art von Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit zu widersprechen und entgegenzutreten.“ Zitat aus dem Aufruf

 

9. November 2015 ab 18 Uhr in

Erfurt auf dem Domplatz

 

weiter Informationen findet ihr unter:

http://mitmenschlich-in-thueringen.de/

 

Aufruf unterzeichnen:

http://mitmenschlich-in-thueringen.de/unterstuetzer

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23. Oktober 2015

RedRoXX Geburtstagsparty

Am Freitag, den 23.10.15 feiert das RedRoXX seinen 11. Geburtstag.

Unter dem Motto "The Walking Dead - Special Edition: Tote Politiker*innen" wird getanzt und gefeiert.

Kommt vorbei! Ab 20 Uhr im RoXX.

 

 

 

 

 

21. Oktober 2015

Sentieri Partigiani 2016 - zum Jahrestag der Befreiung

Auch bei uns hat es in diesem Jahr einen Vortrag von Falk Przewosnik zu Sentieri Partigiani  gegeben.

Seit Montag können sich Interessierte zu geplanten Wanderungen auf den Wegen der Sentieri Partigiani anmelden.

Für weitere Info's und die Anmeldung folgt einfach dem Link.

Sentieri Partigiani 2016 zum Jahrestag der Befreiung
Donnerstag, 21. April bis Dienstag, 26. April 2016 


http://www.istoreco.re.it/index.php?page=337&lang=DEU [3]

 

 

 

 

Flucht und Asyl

Zur Zeit wird viel diskutiert über Flucht und Asyl. Oft vermischen sich dabei Halbwahrheiten mit rassistischer Polemik. Doch worum geht es eigentlich wirklich? Was sind Fluchtursachen, welche rechtlichen Grundlagen für Asyl gibt es und welchen Restriktionen und Regelungen sind Asylsuchende ausgesetzt? Wie sieht die derzeitige Situation in Thüringen aus und welche Pläne hat die rot-rot-grüne Landesregierung im Hinblick auf eine menschenrechtsorientierte Flüchtlings- und Migrationspolitik? Was können wir selbst tun, zum Beispiel gegen rassistische Hetze im Internet und was zeigt uns ein Blick in die Medienlandschaft in Bezug auf die aktuelle Debatte zu Flucht und Asyl?
Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir diese und andere Fragen beantworten und außerdem Argumentationen gegen rassistische Hetze kennen und anwenden lernen. Zum Abschluss möchten wir mit verschiedenen Akteur*innen der Flüchtlingshilfe über den Zusammenhang von individueller Hilfe für Geflüchtete und kollektivem politischen Widerstand gegen die Asylpolitik Europas diskutieren und unsere Handlungsstrategien zusammen bringen.

Dienstag 20.10. / 17 Uhr /RedRoXX (Pilse 29, Erfurt)  
Rassistische Hassbotschaften in sozialen Netzwerken. Fremdenfeindlicher Hetze begegnen/ Katja Maurer 

Dienstag 03.11. / 19 Uhr / RedRoXX (Pilse 29, Erfurt)  
Hilfe für Geflüchtete und politisches Empowerment 
Offenes Forum mit Akteuren der Flüchtlingshilfe 

Mit links regieren?

Buchvorstellung und Diskussion mit Susanne Hennig-Wellsow und Bodo Ramelow

„Es ist nicht egal, wer regiert“, so hat Bodo Ramelow, der erste Ministerpräsident der Partei DIE LINKE, seinen Beitrag in dem nun erscheinenden Buch „Mit LINKS regieren? Wie rot-rot-grün in Thüringen geht“ (VSA Verlag) betitelt. 


Aber wie regiert es sich denn nun in Thüringen mit links? Und wie kam es zu diesem Bündnis? Welche Chancen bietet die Koalition und welche Risiken? Was heißt Regieren im Alltag? Gelingt es der LINKEN, auch in Regierungspraxis transformatorische und sozialistische Perspektiven umzusetzen? Und welche Folgen hat das alles auf die Politik im Bund? Diese Fragen beantworten in dem nun erscheinenden Buch die Herausgeberin Susanne Hennig-Wellsow (DIE LINKE Thüringen), Bodo Ramelow (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen), Andreas Bausewein (SPD Thüringen), Stefanie Erben (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen) sowie weitere AutorInnen mit thematischen Aufsätzen und dem Blick auf linke Regierungsbündnisse in anderen Bundesländern (u.a. Carola Bluhm, Thomas Falkner, Matthias Gärtner, Dieter Hausold, Volker Hinck, Benjamin Immanuel Hoff, Steffen Kachel, Horst Kahrs, Katja Kipping, Knut Korschewsky, Malte Krückels, Robert Richter, Bernd Riexinger, Peter Ritter, Tom Strohschneider, Paul Wellsow, Janine Wissler, Sandro Witt, Stefan Wogawa, Udo Wolf, Gabi Zimmer).

Der Sammelband wird am Sonntag, den 13. September 2015 von Susanne Hennig-Wellsow und Bodo Ramelow um 16 Uhr in Erfurt (RedRoXX, Pilse 29) vorgestellt.

Die Ankündigung des Buches findet sich ebenso auf der Website des
Verlages (www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/mit-links-regieren/)
wie eine Leseproble und das Inhaltsverzeichnis (www.vsa-verlag.de/uploads/media/www.vsa-verlag.de-Hennig-Wellsow-Mit-LINKS-regieren.pdf)

Emanzipatorischer Aufbruch in Europa? Linke Alternativen in Südeuropa

Eine Veranstaltung mit dem Politikwissenschaftler und Schriftsteller Raul Zelik.

Am 25.Januar 2015 gewann SYRIZA die griechischen Parlamentswahlen. Vorausgegangen waren Jahre der Mobilisierung gegen die Ausplünderung der griechischen Bevölkerung durch die europäische Austeritätspolitik in Folge der Weltwirtschaftskrise. Es wurden Plätze und Fabriken besetzt, Generalstreiks organisiert und Netzwerke gegen Stromabschaltungen aufgebaut. Manche anarchistische Linke hielten gar den Zeitpunkt für den kommenden Aufstand für angebrochen. Doch zuletzt hatte sich trotz eines hohen Niveaus an Widerstand" Resignation breitgemacht. Die Tsipras-Regierung rang lange Zeit mit dem Diktat der Troika, ist diesem aber trotz eines klaren "Oxi" der Bevölkerung, letztlich erlegen.

Das RedRoXX geht in die Sommerpause

Das RedRoXX geht am Freitag, 24. Juli in die verdiente Sommerpause. Ab 18. August (Dienstag) sind wir wieder für euch da, dann mit veränderten Öffnungszeiten immer von montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr. Macht euch einen schönen Sommer und bis bald!

„Oxi!“ heißt Nein! Griechenland nach dem Referendum – was nun?

Vortrag und Diskussion mit Tom Strohschneider (Chefredakteur der Tageszeitung „Neues Deutschland“)

Mehr als 61% der Menschen in Griechenland haben Anfang Juli 2015 in einem Referendum den Kurs der Regierung von Alexis Tsipras gegenüber der EU und der Troika bestätigt. Sie haben den Forderungen der Gläubiger nach noch  mehr Sozialabbau, nach noch mehr Umverteilung von Unten nach Oben und nach noch  mehr Einmischung durch die EU und durch die Banken ein deutliches „Oxi!“ entgegen geschleudert, ein deutliches „Nein!“ Doch was passiert überhaupt in Griechenland und was haben wir in Deutschland damit zu tun?

„Das kleine Griechenland ist zurzeit der große Katalysator in der politischen und konzeptionellen Schlacht zwischen neoliberaler Austeritätspolitik und humanorientierter Alternative“, schrieb der Wissenschaftler Dieter Klein vor einigen Wochen in der linken Tageszeitung „Neues Deutschland“. Steigende Arbeitslosigkeit, Armut und Krankheit, eine ruinierte Wirtschaft und zerstörte soziale Sicherungssysteme waren das Ergebnis einer völlig verkehrten Politik der früheren griechischen Regierungen sowie der EU und der Troika. Diese haben dem Land – ebenso wie anderen südeuropäischen Staaten – einen gnadenlosen neoliberalen Kurs verordnet, der viele Menschen ins Elend stürzte und zugleich Gewinne europäischer Banken sprudeln ließen. Durch den Wahlsieg von Alexis Tsipras und der Linkspartei Syriza im Januar 2015 ist für Griechenland, aber auch für ganz Europa, eine völlig neue Situation entstanden: „Zum ersten Mal seit rund vier Jahrzehnten hat eine linke Partei die Führung einer Regierung in Europa übernommen, die aus alternativen Massenbewegungen  hervorgegangen  ist und in ihnen weiter ihre Wurzeln hat“ (Dieter Klein). Die Wahl von Syriza und die ersten Ansätze ihrer Politik (Wiederanhebung des Mindestlohns, Stopp von Privatisierungen, Aufkündigung der Kooperation mit der Troika, Wiedereinstellung von Bediensteten  im öffentlichen Dienst, …) sind kleine, aber wichtige Schritte, die neoliberale Hegemonie in Europa zu brechen und eine andere, eine soziale und linke Politik zu ermöglichen. In der Krise sind auch Ansätze einer direktdemokratischen Verwaltung und alternativen Formen von Produktion entstanden, die zumindest teilweise kapitalistischer Verwertung entzogen sind. Auch für linke Politik in der Bundesrepublik ist es wichtig, wie das griechische Experiment ausgeht. „Es geht um die Möglichkeit einer Abkehr vom neoliberalen Austeritätsdogma auf europäischer Ebene, von den historischen Chancen eines »Umbruchs« ist die Rede“, schrieben Tom Strohschneider und Horst Kahrs im „Neuen Deutschland“. Die Wahl von Syriza, die öffentlichen Auftritte von Tsipras und des bisherigen Finanzministers Yanis Varoufakis haben klar gemacht: Eine andere Politik auf der Ebene eines Staates ist möglich. „Scheitert SYRIZA, scheitert die europäische und deutsche Linke, ist die Zukunft für längere Zeit verstellt“ (Kahrs / Strohschneider).

Um Erfolg zu haben, brauchen Syriza und die Regierung Griechenlands Unterstützung – anders wird es ihnen kaum gelingen, gegen die Macht der EU, Deutschlands und der Troika zu bestehen. Doch „Was tun?“ und  „Wie aus der Zuschauerdemokratie heraustreten?“ Darüber wollen wir am Donnerstag, 16. Juli 2015 (18 Uhr, RedRoXX, Pilse 29, Erfurt) mit Tom Strohschneider diskutieren.

Eine Veranstaltung des Offenen Jugendbüro RedRoXX der Landtagsabgeordneten Christian Schaft & Susanne Hennig-Wellsow (DIE LINKE)

23. Juni 2015
Senteri Partigiani

Auf Partisanenwegen zum 70. Jahrestag der Befreiung. Ein Reisebericht

+++ Der Neue Termin ist am 21.07.2015! +++

Nach dem 8. September 1943 stiegen die ersten Widerständler und Widerständlerinnen in die Berge auf, um den bewaffnete Kampf gegen die nazideutsche Besatzung und gegen die italienischen Faschisten zu organisieren. Bis zur Befreiung am 25. April 1945 waren es 20 harte Monate. Die Berge wussten diejenigen aufzunehmen, die ein neues Leben suchten und damit einen sowohl großzügigen als auch entschiedenen Beitrag leisteten. 1993, zum 50. Jahrestag des Waffenstillstands und offizielle Geburtsstunde der Resistenza, wurde die erste Wanderung auf Partisanenwegen organisiert.


Seitdem organisiert „Istoreco“ jedes Jahr Anfang September ein Treffen in der reizvollen Gegend des Appennin, um gemeinsam auf Partisanenwegen zu wandern, die Geschichte(n) der Zeitzeug*nnen zu hören und übers Gestern und Heute zu diskutieren. Es werden Orte besucht, die Schauplätze von Partisanenaktionen oder aber Vergeltungsaktionen der Faschisten wurden. In diesen Jahren haben Hunderte von Personen aus Italien, Deutschland, Schweiz, Österreich etc. teilgenommen.


Schon bei der puren Rückkehr zu den Orten der Geschichten wird einem begreiflich, welcher Wunsch nach Gerechtigkeit die Partisaninnen und Partisanen zum Kampf motiviert hat. Es geht darum, den Orten zu lauschen, um die Entscheidung zu verstehen, Partisanin und Partisan zu werden: die Leiden, die damit verbunden waren, die Angst vor dem Tod, die Hoffnung auf eine andere Zukunft, in der Gleichheit herrscht. Ein Traum, der mit der Kraft der Vernunft und der Solidarität zu realisieren ist, die einer Gruppe freier Frauen und Männer entspringt.


Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung wurde vom 23. bis zum 26. April dieses Jahres zusätzlich eine Wanderung auf Partisanenwegen durchgeführt, die ihren Höhepunkt in der Teilnahme an der Demonstration in Reggio Emilia zum Tag der Befreiung Italiens am 25. April fand.

In Reggio Emilia wurde 1965 das Geschichtsinstitut für antifaschistischen Widerstand gegründet. Das heutige “Istoreco” gehört zu einem italienweiten Netzwerk von 61 Instituten und Geschichtswerkstätten.
Ursprünglich ein Dokumentationsarchiv der Resistenza,arbeitet “Istoreco” zur Geschichte des gesamten 20. Jahrhunderts und engagiert sich in Erinnerungspolitik, antirassistischer Jugendarbeit und internationalem Kulturaustausch.

Das RedRoXX-Team lädt euch herzlich zum Vortrag am 21.07.2015 ab 19 Uhr in der Pilse 29 ein.

Ausstellung attenzione photographers

Im RedRoXX stellen wir gerade die Fotoausstellung "PROTEST" vom Künstler*innenkollektiv "attenzione photographers" aus. Mit Mark haben wir ein Interview geführt.

Was hat euch dazu bewegt das Kollektiv „attenzione photographers“ zu gründen?

Der Grund war, dass es früher nicht so viele Photographen gab, die sich um Neonaziaufmärsche und auch Protest dagegen gekümmert haben, was so 1994/96 war. Die Gründung von „attenzione“ geht schon darauf zurück, dass sich Leute zusammengepackt haben, die ein ähnliches Interesse hatten über Nazi- und Rassistenaufmärsche auf der Straße zu berichten und sich gleichzeitig aber eben doch mehr für Photographie interessierten, als eine reine Dokumentation oder Recherche zu betreiben und auch einen professionellen Weg zusammen zu gehen. Es ist einfacher sich in der Wirklichkeit da draußen zu bewegen,  wenn man zusammen arbeitet, als wenn man so ganz Einzelkämpfer und Einzelkämpferin ist. Als Photograph ist man ja sowieso immer allein hinter der Kamera, also macht es Sinn die Inhalte mit anderen Leuten zu besprechen, sich gegenseitig auch zu kritisieren oder korrigieren oder eben gemeinsam auch Sachen zu planen wie Ausstellungen, Reisen oder Themenkomplexe.

 

Was ist die Idee hinter der Ausstellung „Protest“?

Der primäre Anspruch ist ein relativ einfacher. Wir wollen Protest zeigen, so wie wir ihn sehen bzw. wahrnehmen und wie wir ihn fotografiert haben. So einfach das auch klingt, das gibt es relativ selten. Wir denken, dass es wichtig ist Protest zu zeigen und zwar für die Leute, die dabei waren, als auch für die Leute, die eben nicht dabei waren. Damit diese sehen können wie vielfältig Protest ist was Art und Thema angeht und dass es keine Schublade gibt für Protest. Wir haben z.B. auch Stuttgart21 mit drin und nicht nur die klassischen Anti-Nazi-Protest. Es hat aber auch was mit Ausdruck zu tun: Wie sieht das eigentlich aus, wenn Menschen auf die Straße gehen und sich für oder gegen etwas einsetzen? Und das auch mit sehr viel Herz machen und sehr viel Kraft, die sie daraus bekommen, dass sie zusammen da sind. Das sieht man besonders in den Heiligendamm-Bildern vom G8 Gipfel.

Was ist das Verbindende zwischen den unterschiedlichen Protesten und Protestformen?

Wir als „attenzione“ sind ein Kollektiv von Photographen, wir sind aber auch alles Linke. Das wollen wir auch nach außen zeigen, wir wollen das nicht verstecken, wir wollen uns aber auch nicht einfach in irgendeine Schublade reinpacken lassen, nach dem Motto, dass wir einer bestimmten Gruppierung oder Partei zugehörig sind. Was die Menschen verbindet bei einer Protestform, z.B. gegen Nazis auf die Straße zu gehen, ist ja ein gemeinsamer Nenner. Der gemeinsame Nenner ist dann vielleicht erst mal gegen den Naziaufmarsch zu sein, aber meistens geht der ja weiter. Das ist das wesentliche und in Photos wirkt das dann auch, wenn es die Kraft der Masse gibt. Es wirkt natürlich auch weil es darin darum geht unglaublich Spaß miteinander zu haben, obwohl es eine Anti-Nazi-Aktion ist, bis hin zu dem, was dann auch gemeinsam erlitten wird, was einem dann so passiert, wenn die Cops mal wieder meinen durchdrehen zu müssen.

Was ist der Unterschied als Aktivist bei Protesten dabei zu sein oder als Photograph? Verändert das deinen Blick?

Ich bin relativ selten bei Aktionen ohne meine Kamera, das ist schon so. Auf eine Demo zu gehen und zu sagen, ich blockiere irgendwas und lass die Kamera zu Hause, das fällt mir schwer. Weil ich das als meinen Job sehe und der Job hört aber nicht beim fotografieren auf, sondern der fängt dann eigentlich erst an. Weil das wesentliche ist ja, dass mit diesen Bildern gearbeitet wird. Also über diesen Moment der z.B. Demonstration hinweg. Die Bilder informieren was es für eine Aktion war, wie sie aussah. Und die Bilder können benutzt werden für die nächsten Aktionen. Wenn ein Blockadebild fotografiert wird, kann man damit Werbung machen für die nächste Blockade. Das ist sehr intensiv, aber es hat ein anderes Herangehen. Mir geht es nicht so sehr darum das zu dokumentieren, was da passiert, sondern mir geht es eher darum Momente abzupassen, herauszuarbeiten mit der Kamera, die ich für besonders beeindruckend oder besonders schön oder besonders gelungen halte. Aber ich kann auch mit diesen Bildern im Nachgang wieder arbeiten.

Hast du ein Lieblingsbild in der Ausstellung oder einen Lieblings-Protest, den du fotografieren durftest?

Natürlich sind die Veranstaltungen, die ein bisschen länger geplant waren von den Aktivisten, die auch länger vor Ort liefen, einprägsamer und für mich prägender als  andere, die kürzer waren. Es ist natürlich ein Unterscheid ob du 5 Tage in Rostock und Heiligendamm unterwegs warst oder 2 Tage gegen eine NATO-Tagung in Straßburg. Auch von den Gegebenheiten ist natürlich Wendland und Castor eine besondere Erfahrung. Weil da alle auf der Straße waren und es relativ wenig Grenzen gab wer da teilnahm. Besonders fand ich trotzdem Heiligendamm, das hatte auch was damit zu tun, dass meine damalige Politgruppe eng damit verwoben war das zu organisieren, was an Protest lief. Das hat aber auch was damit zu tun, dass es da Bilder gab, die es so einfach vorher noch gar nicht gab. Also z.B. dieses Bild, was ich gemacht habe, wo Tausende Menschen eine Wiese entlang gehen, weil sie zu ihrem Blockadepunkt kommen wollen. Das ist schon ein sehr besonderer Moment und das finde ich super gut, dass ich dieses Bild machen konnte. Ein richtiges Lieblingsbild habe ich nicht, es gibt ein paar Bilder, die würde ich mir selber hinhängen und es gibt ein paar Bilder, die sind eine gute Erinnerung.

 

 

 

Veranstaltungsreihe "Neue Rechte" der Linksjugend Erfurt

Neu-Rechte Bewegungen sind nichts Neues, aber spätestens mit der Alternative für Deutschland und Pegida (mit ihren verschiedenen Ablegern) hat die Rechts-konservative einen unerwarteten Zulauf und Plattformen bekommen.
Die Linksjugend['solid].SDS Erfurt bietet deswegen verschiedene Veranstaltungen zu der "Neuen Rechten" an, um ein für alle Mal klar zu machen, dass hinter den vermeintlichen "besorgten Bürger*innen" rassistische, antisemitische und sozial-chauvinistische Positionen stehen. Mehr Infos gibt's auf der Seite der Ortsgruppe.

 

 

PROTEST Ausstellung

"attenzione photographers" ist ein Kollektiv aus drei Fotografen, die mit ihren Bildern soziale Themen und Konflikte dokumentieren. Die Foto-Reportagen erlauben den Betrachter*innen kritische Einblicke in unterschiedliche gesellschaftliche Schieflagen, darunter z.B. in die Situation von Geflüchteten, der Islamophobie in Deutschland oder in die Blockupy Bewegung in Frankfurt. Ihr Themenspektrum ist breit. Im RedRoXX wollen wir euch einer ihrer aktuellsten Plakatausstellung vorstellen: "PROTEST"


attenzione photographers beschreiben ihre Ausstellung selbst wie folgt:"Der Protest hat viele Gesichter, Themen , Anlässe....wo wir dabei waren, was wir gesehen haben, wen wir getroffen haben: mutige, kreative, skurrile Momente, eindrucksvolle, engagierte, witzige Menschen...ihre Ideen, Aktionen - klar auch ihr Gegenüber, die schwierigen Momente wie Konfrontationen und natürlich auch Zweifel..."Wir vom RedRoXX wollen die aufregenden und vor allem bunten Einblicke mit euch teilen.Vom 10.06. - 24.07.2015 findet die Austellung statt, am 01.07.2015 wechseln wir die Motive, ein Grund also nochmal vorbeizuschauen!

Zur inhaltlichen Untermauerung findet noch eine Veranstaltung statt, wann und was genau werden wir euch rechtzeitig sagen. Wir freuen uns auf euer kommen!
Zu einem weiteren Zweck wollen wir euch einladen unsere Ausstellung zu besuchen, denn die Bilder sind verkäuflich. Ab einer Spende von 20 Euro pro Bild könnt ihr die Rote Hilfe unterstützen. Zu gunsten der "Soligruppe 1708" (Repression im Zuge der Proteste gegen die NPD-Kundgebung in der Trommsdorffstraße in Erfurt am 17. August 2013) und zur finanziellen Unterstützung von „Weimar im April“. 
Mit dem erhaltenen Geld wollen wir unsere Solidarität bekunden. 
Für eine protestreiche Gesellschaft!

Neues aus dem RedRoxx

Alles neu macht der... Juni.

Erst geht Volker um als Referent für politische Bildung für die Thüringer LINKE zu arbeiten und jetzt geht auch noch Che - auch in den Dienst für die Thüringer LINKE, aber als Jugendreferent.

Dafür ist die Renovierung soweit durch und als Verstärkung haben wir jetzt Katja und Arne mit im Team. Ansonsten aber bleibt es hier wie bisher - kommt vorbei, trinkt einen Kaffee und lasst uns gemeinsam Politik machen.

Veränderungsparty die II.

Natürlich braucht es dafür auch eine tolle Party - zum Abschied für Che und zum Einweihen des renovierten RedRoxx'. Wenn ihr Lust habt, mit uns zu feiern, kommt einfach am 12.06. vorbei, sagt Che nochmal "auf Wiedersehen" und lernt die neuen Mitarbeiter*innen Katja und Arne kennen.

Platzverweis für rechte Hooligans

Vorraussichtlich verschoben auf den 02.Mai.

 

Aufruf

Platzverweis für rechte Hooligans – Rote Karte für Rassismus und Nationalismus!

 Am 15. März wollen rechte Hooligans und Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik in Erfurt aufmarschieren, angemeldet sind 1.000 Teilnehmer_innen. Ihr Motto „Gemeinsam gegen Salafisten” ist nur vorgeschoben, letztlich wollen sie rassistische und rechte Parolen auf die Straße tragen. Anmelder ist der Verein „Gemeinsam-Stark Deutschland” mit Sitz in Nürnberg, eine Abspaltung der „Hooligans gegen Salafisten” (HogeSa), die im Oktober 2014 in Köln einen Aufmarsch mit Gewaltattacken initiiert hatten. Für seine inhaltliche Ausrichtung wirbt der Anfang des Jahres gegründete Verein mit dem von Neonaziaufmärschen bekannten Slogan „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen”. In seiner Selbstdarstellung hetzt der Verein gegen politisch Andersdenkende und bezeichnet die Bundesrepublik als „Außenstelle der alliierten Siegermächte”. Die Verstrickung in das extrem rechte Milieu beweist auch die Nähe des überwiegend aus Norddeutschland stammenden Vorstandes zur rechten Hooligan-Gruppe „Standarte Bremen” und zur Band „Kategorie C”.

 Die Rechtsrock-Formation, die bei dem militanten Aufmarsch in Köln den Anheizer gab, war bereits für einen Auftritt in der Neonazi-Kneipe „Kammwegklause” zu Gast in Erfurt, örtliche Neonazis hatten wiederum an den HogeSa-Aufmärschen in Köln und Hannover teilgenommen. Ohnehin ist in Erfurt seit Jahren eine tiefe Verbindung der Neonazis mit Teilen der Hooligan-Szene zu beobachten, die dem geplanten Aufmarsch den Boden bereitet. Die dort propagierte Ausgrenzung, den Rassismus und Nationalismus dulden wir nicht und zählen auf die Erfahrungen der letzten Jahre. Sie haben gezeigt, dass es in Erfurt möglich ist, extrem rechten Aktionen gemeinsam und entschlossen praktischen Widerstand entgegenzusetzen und sie erfolgreich zu blockieren.

Wir werden sie stoppen! Gemeinsam!

8. Dezember 2014 Start

Neue Telefon- und Faxnummer des Büros!

Nach langer Zeit ohne Telefon- und Faxanschluss sind wir endlich wieder erreichbar und zwar unter neuen Nummern: RedRoXX Festnetz: 0361 / 22 79 21 3-0 RedRoXX FaXX: 0361 / 22 79 21 3-1 Außerdem hat die Geschäftsstelle der Linksjugend ['solid] Thüringen nun eine eigene Nummer: Solid Festnetz: 0361 / 22 79 21 3-2 Mehr...

 
Gemeinsame Stellungnahme von KTS, Juso Hochschulgrupen und dielinke.SDS

 

 

„Marsch für das Leben“ - ein antifeministisches und konservatives Projekt

Seit dem Jahr 2000 findet alljährlich in Berlin, seit einigen Jahren auch vermehrt in anderen Städten, eine Demonstration so genannter „Lebensschützer_innen“ statt. Langsam rückt der Marsch nicht nur in den Mittelpunkt der medialen Berichterstattung, sondern gewinnt auch als ein Protestfeld von linken Kräften mehr an Bedeutung.

Wer sind Initiator_innen und Unterstützer_innen des „Marsch für das Leben“?

Unter dem Label des „Marsch für das Leben“ , getragen vom Bundesverband Lebensrecht (BVL), firmieren verschiedenste Gruppierungen - „Im 'Bundesverband Lebensrecht' (BVL) sind 14 'Lebensrechtvereine' zusammengeschlossen, wobei der Verein 'Aktion Lebensrecht für alle e.V.' (ALFA) mit der Vorsitzenden Claudia Kaminski die mit Abstand größte Einzelorganisation ist. (...) Zum Umfeld des BVL zählen jedoch nicht nur konfessionelle Gruppen, sondern auch rechtskonservative Gruppen wie die Partei 'Arbeit, Umwelt, Familie' (AUF), eine Abspaltung der ›Partei Bibeltreuer Christen‹ (PBC) (…).“[1]

Vereint sind diese jedoch in ihrer Forderung des „Lebensschutzes“, sprich der Ablehnung eines libertären Umgangs mit Schwangerschaftsabbrüchen oder auch modernen Formen der Frühdiagnostik (PID, PND). Strukturen und Organisationen, welche im BVL vertreten sind, ist unter anderem „pro conscientia“. Dieser Verein fällt vor allem durch in seinem Vereinsblatt publiziertes Gedankengut der extremen Rechten, stark islamfeindlicher Aussagen sowie eine stark ausgeprägte Ablehnung des Feminismus oder Lebensentwürfe abseits des heteronormativen Familienbildes auf.

Beim „Marsch für das Leben“ treffen parteipolitische Strukturen wie die  Alternative für Deutschland (AfD) und die Junge Union auf Vertreter der extremen Rechten sowie auf evangelikale und fundamentalistische Gruppen. Die rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ begleitet den Marsch in diesem Jahr als Schwerpunktthema in ihrer aktuellen Ausgabe. Als ideelle Unterstützer für den diesjährigen Marsch wird unter anderem die rechtskonservative „Zivile Koalition e.V.“, dessen Vorsitzende Beatrix von Storch, Abgeordnete der AfD im Europaparlament ist, aufgeführt. Beatrix von Storch „(...) machte mit ihrer Initiative 'Einer von uns' Lobbyismus für den 'Lebensschutz' auf europäischer Ebene. Ihr erklärtes Ziel innerhalb der AfD ist es, dass 'Lebensschutz zum Thema wird'. 'Lebensschützer' aus verschiedenen Verbänden, denen die CDU zu 'unchristlich' geworden ist, sehen in der AfD nun die Chance, abseits von fundamentalistischen Splitterparteien Parteipolitik machen zu können.“[2]

Was ist die Kritik am „Marsch für das Leben“?

Kern der Kritik am „Marsch für das Leben“ sind die antifeministischen und antiemanzipatorischen Inhalte, welche mit der Forderung des Schutzes des Lebens transportiert werden. 

Einig sind sich die verschiedenen Strukturen und Organisationen, welche sich für den „Marsch für das Leben“ zusammen finden in ihrer strikten Ablehnung des Feminismus:

„'Feminismus' ist dabei das Synonym für den Angriff auf die Familie als Keimzelle konservativer Gesellschaftsentwürfe. Liberales Abtreibungsrecht oder die berufliche Gleichstellung von Frauen durch Gender Mainstreaming gilt einer Front vom rechten Rand der CDU bis tief in die extreme Rechte als Auswüchse einer widernatürlichen »Genderideologie«, die es zu bekämpfen gilt.“[3]

Frauen wird das Recht auf eine Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch abgesprochen. Es wird ein konservatives Familienbild propagiert und mit vermeintlich christlichen Werten gerechtfertigt. Letztlich geht es darum, Frauen in die Rolle als Mütter und Gebärende zu pressen und andere Lebensentwürfe auszuschließen. Die Sprecherin des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung, dessen Mitglied neben dem Humanistischen Verband Deutschland und pro familia unter anderem auch DIE LINKE. ist, erklärte in Bezug auf den „Marsch für das Leben“: „Religiöse Vorstellungen einzelner Gruppen dürfen in einer freiheitlichen Gesellschaft niemals wieder zum moralischen oder gar gesetzlichen Maßstab für das Leben aller Menschen werden.“[4] Dass dies von den Initiator_innen und Unterstützer_innen des Marsches jedoch angestrebt wird, zeigt das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung klar auf:

„Diese fordern unter anderem, das Recht von Frauen, eine ungewollte Schwangerschaft rechtzeitig zu beenden, abzuschaffen. Homophobe und diskriminierende Haltungen, die keine gleichberechtigte Stellung von nicht-heterosexuellen Individuen und Paaren in allen Bereichen der Gesellschaft akzeptieren wollen, sind unter den Teilnehmern des Marsches stark verbreitet. Diese Gruppen sind Teil eines internationalen Netzwerkes, deren Mitglieder sich in vielen Ländern für die Einschränkung der Rechte und gegen die gleichberechtigte Stellung von Männern, Frauen und LGBTI[5] einsetzen.“[6]

Von einer bloßen Abtreibungskritik im Sinne der freien Meinungsäußerung kann beim „Marsch des Lebens“ also in keinster Weise gesprochen werden, im Gegenteil ist dies eine Veranstaltung, welche Werte wie Emanzipation, Gleichberechtigung und das Recht auf den eigenen Körper in schärfster Weise angreift.

Was tun?

Die Kräfte, welche den „Marsch für das Leben“ organisieren und unterstützen, können als radikale konservative bis rechte Kräfte im Sinne einer aggressiven Ablehnung von Homosexualität, dem Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Schwangerschaftsabbrüchen gesehen werden.[7] Dabei findet man diese nicht nur in Deutschland, sie sind ebenso europa- und weltweit vertreten. DIE LINKE., welche für Gleichstellung der Geschlechter, für Feminismus und eine selbstbestimmte Lebensweise aller Menschen eintritt, kann den „Marsch für das Leben“ nur ablehnen. Es gilt, diese Kräfte in der politischen Auseinandersetzung zu entlarven, sie und ihre Ziele klar zu benennen und gegen sie einzutreten. So erklärt Anja Meyer, Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN, zum diesjährigen „Marsch für das Leben“: „DIE LINKE fordert unter anderem die Abschaffung des Paragrafen 218, die rezeptfreie Abgabe der Pille danach und streitet für das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper. Bereits erkämpfte Freiheiten und Rechte werden wir nicht preisgeben. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Menschen selbstbestimmt und frei entscheiden können wie sie leben und wen sie lieben wollen. Und wir gehen fest davon aus: der Tag wird kommen, an dem wir alle frei und gleich sind!“


[1]    Andreas Kemper: Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen. Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD – eine Expertise. in: library.fes.de/pdf-files/dialog/10641.pdf , S.35.

[2]    Felix Hansen/Ulli Jentsch/Eike Sanders: „Märsche für das Leben“. Antifeminismus als Programm. In:   www.akweb.de/ak_s/ak597/26.htm.

[3]    Paul Liszt: Antifeministischer Kreuzzug. Radikale Abtreibungsgegner vereinen CDU, AfD und neue Rechte. in: www.neues-deutschland.de/artikel/946558.antifeministischer-kreuzzug.html.

[4]    Pressemitteilung „Recht auf freie Entscheidung nicht dem Zeitgeist opfern“ des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung: www.sexuelle-selbstbestimmung.de/3502/recht-auf-freie-entscheidung-nicht-dem-zeitgeist-opfern/

[5]    Die Abkürzung LGBTI kommt aus dem Englischen und umfasst lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intersexuelle Menschen.

[6]    Ebd.

[7]    Vgl. Andreas Kemper (2014): Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen. Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD – eine Expertise. in: library.fes.de/pdf-files/dialog/10641.pdf , S.34.

 

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Quellen und Literaturhinweise:

Hansen, Felix/Jentsch Ulli/Sanders, Eike: „Deutschland treibt sich ab“. Organisierter „Lebensschutz“, Christlicher Fundamentalismus, Antifeminismus, Münster, 2014. 

Hansen, Felix/Jentsch Ulli/Sanders, Eike: „Märsche für das Leben“. Antifeminismus als Programm. In: www.akweb.de/ak_s/ak597/26.htm.

Kemper, Andreas : Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen. Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD – eine Expertise. in: library.fes.de/pdf-files/dialog/10641.pdf. 

Kemper, Andreas (2013): Rechte Euro-Rebellion. Alternative für Deutschland und Zivile Koalition e.V.

Liszt, Paul: Antifeministischer Kreuzzug. Radikale Abtreibungsgegner vereinen CDU, AfD und neue Rechte. in: www.neues-deutschland.de/artikel/946558.antifeministischer-kreuzzug.html;

Lühmann, Michael: Die Kräfte der Gegenreform sind angetreten. in: www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-kraefte-der-gegenreform-sind-angetreten.

Pressemitteilung „Der Tag wird kommen, an dem wir alle frei und gleich sind!“ des Parteivorstandes der LINKEN. in: www.die-linke.de/nc/die-linke/nachrichten/detail/artikel/der-tag-wird-kommen-an-dem-wir-alle-frei-und-gleich-sind/.

Pressemitteilung „Recht auf freie Entscheidung nicht dem Zeitgeist opfern“ des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung. in: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/3502/recht-auf-freie-entscheidung-nicht-dem-zeitgeist-opfern/.


 

Erklärung "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte

Liebe Genossinnen und Genossen, in den Sondierungsgesprächen mit SPD und Bündnis90/Die Grünen haben wir zu Beginn über die Aufarbeitung der DDR-Geschichte gesprochen und eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Sie trägt den Titel "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte". Ausgangspunkt und Grundlage für die Erklärung bildete eine gleichnamige Erklärung aus dem Jahr 2009, die von unserer damaligen Verhandlungsdelegation mit erarbeitet wurde.

In der Erklärung von 2009 wurde die DDR in einem "Bekenntnis" pauschal als Unrechtsstaat bezeichnet. Aus heutiger Sicht wurde damals zu wenig gesehen, dass mit dieser Pauschalierung auch die Biografien derjenigen Menschen in ein negatives Licht gerückt wurden, die trotz der politischen Fehler der DDR an der Idee einer menschenwürdigen, einer sozialistischen Gesellschaft festhielten und in diesem Sinne gearbeitet und gelebt haben. Deshalb wollten und haben wir in den gegenwärtigen Sondierungsgesprächen gemeinsam mit der SPD und Bündnis90/Die Grünen das Papier von 2009 weiterentwickelt. Ziel war eine differenziertere Benennung des in der DDR geschehenen Unrechts.

Statt die DDR und mit ihr die Lebenswege von Millionen Menschen in Bausch und Bogen zu verdammen, benennt die aktuelle Erklärung das, was die Unrechtserfahrungen im Staat DDR ausgemacht haben: keine freien Wahlen und politische Willkür der Machthabenden. Allein in Bezug auf solche Erfahrungen haben wir der Bezeichnung der DDR als Unrechtsstaat zugestimmt. Ausdrücklich nicht gemeint sind damit die Biografien der ehemaligen DDR-Bürger. 

Hätten wir nicht ganz auf den Begriff des Unrechtsstaats in der Erklärung verzichten können? Wenn es allein nach uns, der Verhandlungsdelegation der LINKEN gegangen wäre, hätten wir auf den Begriff verzichtet, gerade weil der Begriff in der Vergangenheit häufig dazu genutzt wurde, die DDR und mit ihr ihre Bürgerinnen und Bürger als Ganzes zu diskreditieren. Wir haben aber auch verstanden, dass für die Mitglieder von SPD und Bündnis90/Die Grünen der Begriff Unrechtsstaat für den Bruch mit dem politischen System der DDR steht und ihre Verhandlungsdelegationen deshalb an dem Begriff festhalten wollten.

Mit der nun vorliegenden Formulierung haben wir gemeinsam einen Kompromiss gefunden, die Kritik an den politischen Fehlern der DDR deutlich zu machen ohne die Lebensleistungen derjenigen Menschen herabzuwürdigen, die sich für das Ziel einer menschenwürdigen, sozialistischen Gesellschaft eingesetzt haben.

Die gemeinsame Erklärung zu DDR-Geschichte ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Regierung von LINKEN, SPD und Bündnis90/Die Grünen. Sie bildet die Basis für eine gemeinsame Erinnerungskultur, ohne die ein rot-rot-grünes Reformbündnis, wie wir es wollen, nicht zustande käme. Eine gemeinsame Regierung geführt von einem Ministerpräsidenten der LINKEN muss eine Regierung für alle Thüringerinnen und Thüringer sein, sowohl für jene, die positive Erinnerungen mit der DDR verbinden als auch für jene, die in der DDR Unrecht erfahren haben. In dieser Absicht haben wir gemeinsam mit SPD und Bündnis90/Die Grünen die Erklärung zur DDR-Geschichte erarbeitet.

Wir haben mit dem Landesvorstand am 24.9.2014 über die Ergebnisse der ersten Sondierungsgespräche und die Erklärung zur DDR-Geschichte gesprochen. Der Landesvorstand hat einstimmig dafür votiert, dass wir die Sondierungsgespräche fortführen.

Liebe Genossinnen und Genossen, wir bitten Euch darum, dies bei Eurer Bewertung der Erklärung zu würdigen und uns weiterhin in den Verhandlungen mit SPD und Bündnis90/Die Grünen für einen Politikwechsel in Thüringen zu unterstützen,

eure Susanne Hennig-Wellsow, euer Bodo Ramelow,
eure Birgit Keller, euer Steffen Dittes

Text der Erklärung zur DDR-Geschichte 2014 (PDF-Dokument)

Text aus den Sondierungsgesprächen von 2009 (PDF-Dokument)